Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine sanfte, rhythmische Entstauungstherapie. In unserer Praxis in Hannover unterstützt sie den Abtransport von Gewebeflüssigkeit und wird vor allem bei Schwellungen, postoperativen Ödemen und lymphatischen Abflussstörungen eingesetzt.
Therapieprofil der Lymphdrainage
MLD unterscheidet sich deutlich von klassischer Massage: Es wird nicht kräftig in die Muskulatur gearbeitet, sondern mit druckarmen, spezifischen Griffen entlang der Lymphbahnen behandelt. Ziel ist die Aktivierung des Lymphsystems bei möglichst geringer Gewebereizung.
Wann Manuelle Lymphdrainage sinnvoll ist
Häufige Indikationen sind:
- primäre und sekundäre Lymphödeme
- postoperative oder posttraumatische Schwellungen
- Schwellungszustände nach orthopädischen Eingriffen
- Spannungs- und Druckgefühl durch Flüssigkeitseinlagerungen
Technik und Behandlungsaufbau
Wir arbeiten mit stehenden Kreisen, Pump- und Schöpfgriffen in klarer Behandlungsreihenfolge. Proximal wird vorbereitet, danach folgen betroffene Regionen und abschließende Entlastungsgriffe. Bei entsprechender Verordnung wird die Therapie in ein Konzept mit Kompression, Hautpflege und Krankengymnastik integriert.
Erwartbare Ergebnisse der Behandlung
Oft können Umfang, Spannungsgefühl und Druckschmerz reduziert werden. Zudem verbessert sich bei vielen Patient*innen die Beweglichkeit der betroffenen Region, weil Gewebedruck und Reibung im Alltag abnehmen.
Typische Beschwerdebilder im MLD-Kontext
- Arm- oder Beinödem nach onkologischer Behandlung
- Schwellung nach Knie-, Sprunggelenks- oder Schulteroperation
- chronische venös-lymphatische Mischbilder
- schmerzhaftes Gewebegefühl bei Stauungszuständen
Wir stimmen Frequenz und Dauer der Lymphdrainage auf Ihr Ödemprofil ab und zeigen Ihnen ergänzende Maßnahmen für ein nachhaltiges Selbstmanagement.